@gretathunberg zeigt wie es gehen kann. Nat√ľrlich k√∂nnen wir nicht alle mit Profiseglern √ľber den Atlantik reisen, aber die Menschheit ist Jahrhunderte mit Segelschiffen zurechtgekommen. Wir sollten damit anfangen daf√ľr wieder eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen.

Eine bittere Erkenntnis bleibt. Fast keine Reise ist wirklich notwendig. Fast alle könnten also unterbleiben.

@juh Widerspruch in beiden Aspekten: (a) Ja, viele Reisen sind unnötig. Aber die Menschen, insbesondere in Mitteleuropa, sollten dieser Tage viel viel mehr reisen, um aus ihrem Horizont herauszukommen und zu sehen, daß die Welt mehr ist als das. Und (b) Segelschiffe? Warum? Wir haben pfiffige Ingenieure, die imstande wären, sauberere, effektivere Technologien und Antriebe zu schaffen, wenn wir sie nur lassen, die Forschung in die richtige Richtung ...

@gretathunberg

@z428
> Menschen, sollten […] viel viel mehr reisen, um aus ihrem Horizont herauszukommen

Gerade die von Dir angesprochenen Mitteleuropäer reisen aber oft, ohne sich den Horizont erweitert zu wollen: Urlaub in de "deutschen Kolonie" auf Malle, Shoppen un NY, LA, Paris, London.
@juh @gretathunberg

@kirschwipfel @z428 @gretathunberg Selbst dann, wenn man nicht in die deutschen Kolonien fährt. Ein gutes Buch bildet mehr als Urlaubsreisen.

@juh ... kommuniziere, die seit Jahrzehnten die vielleicht f√ľnf Mann fassende Kapelle an irgendeiner Seitengasse kehrt, sauber h√§lt, mit Blumen und Kerzen versorgt. Nur als Beispiel.

@kirschwipfel @gretathunberg

@z428 @kirschwipfel Wir fliegen also jetzt nach Sizilien, um von einsamen Italienerinnen in Schwarz etwas √ľber das Reinigen von Kirchenb√∂den zu lernen? Ich wei√ü, was du meinst, aber wenn das jeder tun w√ľrde, h√§tte die Mafia daraus l√§ngst ein Gesch√§ftsmodell gemacht und w√ľrde einsame Damen ein nicht ablehnbares Angebot machen, vor deinen Augen den Altar zu schm√ľcken.

@juh ... stelle ich mir schon die Frage nach zivilisatorischen Errungenschaften und Weltoffenheit. Das fehlt. Insofern w√§re es mir lieber, zu sehen, wie wir Reisen mit kleinerem √∂kologischen Fu√üabdruck hinbekommen. Beginnend nat√ľrlich mit Antrieben f√ľr Transportmittel, aber dort nicht endend.
@kirschwipfel

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@z428
Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Nur: Sehr viele reisen nicht so, wie du es als Idealbild vorstellst. Wer nur 3 Wochen in einem Hotel sitzt, oder mit der Reisegruppe im Bus herum fährt, bekommt wenig bis nichts von dem mir, das Du beschreibst. Und da bildet ein Buch in Verbindung mit einer Multimedia-Show sicher mehr.
@juh

· Fedilab · 1 · 0 · 0

@kirschwipfel M√∂glich. Aber anstelle Reisen per se unattraktiv zu machen oder zu versuchen, Leute davon abzuhalten, w√§re es mir wichtiger, genau *diese* Art von Reisen mehr zu kommunizieren, mehr Leute zu motivieren, so zu reisen. ūüėČ

@juh

@z428 @kirschwipfel
"Ich glaube, der Drang, die Welt zu entdecken, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, ist viel älter als Flugverkehr, Kapitalismus oder Massentourismus. "

Die ganz alten Griechen nannten das "Eros". F√ľr sie war dies eine Macht, die auch G√∂tter ergreifen konnte und die man heute vielleicht mit "Drang" √ľbersetzen k√∂nnte. F√ľr sie war Eros aber eher eine verh√§ngnisvolle Macht. Laut Hermann Schmitz kommt Schopenhauers Wille dieser Eros-Vorstellung nahe.

@juh Nat√ľrlich "verh√§ngnisvoll". Einer der ethischen Punkte aus meiner Sicht ist deswegen Nachhaltigkeit. Das ist aber nichts, was von heute auf morgen geht, und ich f√ľrchte, das wird auch nicht √ľber Verbote gelingen, sondern nur √ľber Werte, Wertewandel, langsame Vorgaben. Und ich denke, das wird auch erfolgen, etwa: Anders als noch "meine Altersgenossen sind Leute in der Stadt, die jetzt Anfang .. Mitte 20 sind, teilweise *deutlich* anders unterwegs etwa im Blick ...

@kirschwipfel

@juh ... auf Auto-Besitz und Nutzung, auf Fliegen, auf "Wichtigkeit" materieller Werte und Wertvorstellungen und dergleichen. Ich bin dort nicht gänzlich hoffnungslos - außer daß es eben Zeit braucht.

@kirschwipfel

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