Interessant wird das bei der Klimawende und dem Ende der Kohleverstromung ja auch mit der ganzen Fernwärme.

Zum Glück wurden wir noch nicht an das Fernwärmenetz angebunden, wie das vor ein paar Jahren noch zu erwarten war.

Aber das zeigt halt auch, dass zentralisierte Versorgung irgendwie doof ist. Klimawende muss auch eine Wende hin zu dezentralisierter Versorgung bedeuten.

@ij
Wo ist das Problem, wenn im Rahmen der Energiewende ein Steinkohlenkraftwerk auf erneuerbare Energien umgestellt wird und AUF EINMAL die GANZE Stadt klimaneutral wird? Oder habt ihr euer Haus schon auf erneuerbare Energien umgestellt, weil euch alles Andere zu lange dauert?

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@niebegegnet - wie wollen die denn das Steinkohlekraftwerk mit Fernwaerme auf einmal auf erneuerbare Energien umstellen?

@ij
In dem die Turbinen eine nach der anderen ausgetauscht/umgerüstet werden und mit Biogas (oder so) betrieben werden? Oder neben dem Kraftwerk andere Energieerzeuger an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. In Rostock kann man dafür u.a. eine Klärschlammverbrennungsanlage nutzen, Göteborg will mit Siemens sein Kohlenkraftwerk umrüsten. Es denken also Menschen darüber nach und machen schon.

@niebegegnet - das ist ja dann ok... ich sehe trotzdem die Loesung eher in kleineren, dezentralisierten Anlage und nicht in wenigen grossen Anlagen.

@ij
Ja, ich im Prinzip auch, aber eben nicht jede Familie in ihrem Keller, sondern eher ein Heizwerk je Straße oder Stadtteil.

@ij @ij Ich bin skeptisch, dass irgendwas bei der Energiewende einfacher wäre, wenn wir (z.B. in Rostock) nicht nur ein Steinkohlenkraftwerk, sondern 60000 individuelle Brennstellen umbauen müssten. Wie soll das auch gehen - die Eigentümer würden „Enteignung“ schreiben, wenn sie ihre Fossilheizung vor Ablauf der Grenznutzungsdauer auf erneuerbare Energien umstellen sollen? Ist dann die Stadt in der Verantwortung, ein flächendeckendes (Bio)Gas-Netzwerk zu verbuddeln?

@ij Schaffen wir es, auf _jedem_ Dach eine Solarthermieanlage oder/und in _jedem_ Hinterhof eine Geothermieanlage zu verbuddeln? Da sind wir in 30 Jahren noch nicht weiter. Dann lieber an einer Stelle „umstellen“ zu müssen und die Einwohner merken davon nix.

@ij Und letztlich bin ich auch für Dezentralisierung, aber so dass es ein "paar" Anbieter gibt, welche die Energie/Wärmeversorgung auf professionellem Niveau organisieren und ihre Angebote auf einem regionalem Markt anbieten. Und die machen das dann effizient und günstig. Das ging natürlich bisher mit dem Steinkohlenkraftwerk nicht. Aber die Individualisierung "Eine Heizung je Haus" ist so wenig sinnvoll wie ein PKW je Familie. ;)

@niebegegnet - Ja, sinnvolle Groessen muss man bei der Dezentralisierung natuerlich haben...

Fuers eigene Haus strebe ich dennoch an, dass es weitgehend autark ist, was bei einem fast 100 Jahre altem Haus natuerlich ungleich schwieriger ist... erster Schritt waere, die IT-Technik im Haus mit Solar und Wind zu betreiben...

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