Eben $Bekannter ruft in Klinik fuer ein MRT an. Termin am 20. Dezember.

Dann gesagt, dass $Bekannter privat versichert ist: Termin in 14 Tagen.

Das Gesundheitstermin sollte echt mal dringend reformiert werden. Es kann ja nicht sein, dass eine solche Untersuchung davon abhaengt, ob privat oder gesetzlich versichert. Entweder gibt es freie Termine oder eben nicht. Egal, welche Versicherung man hat.

@ij
So sieht es aber leider nun mal in unserer Gesellschaft aus. Wer es sich leisten kann, ist früher dran.

Es fängt beim Quick Pass im Phantasialand an und hört im Gesundheitssystem auf...

Solange es Menschen gibt, die bereit sind mehr zu zahlen und es keine gesetzlichen Regelungen gibt, wird es so bleiben. Der Markt hat das so geregelt.

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@panzke
Fun-fact am Rande: private Krankenversicherungen sind häufig auch billiger, als gesetzliche.
Aber es darf eben nicht jeder rein.
@ij

@M Ja, wobei das eigentlich nur stimmt, wenn man sehr frueh (von Geburt an) in der PKV ist. Je spaeter, desto teuerer. Auch im Alter kann es durch hoehere Beitraege boese Ueberraschungen geben.

Aber ich finde, die PKV hat auch einige gute Aspekte: man sieht z.B. die Arztrechnung. Und ab einem gewissen Gehaltslevel finde ich durchaus, dass man auch eine Selbstbeteiligung verkraften kann.

@panzke

@M Was ich auch gerne geaendert sehen wuerde: statt der oberen Beitragsbemessungsgrenze haette ich lieber eine untere Grenze. Das finde ich sozialer. Die obere Grenze wuerde dann entfallen. Die Kosten fuer den Wegfall bei niedrigen Einkommen duerften durch die Beitraege der hohen Einkommen kompensiert werden.
@panzke

@ij
Klar. Das ist von vielen Faktoren abhängig.
Wollte nur herausstellen, dass private nicht zwingend heißt mehr Beiträge.

Mittlerweile kannst du auch bei gesetzlichen die Belege nachsehen.
Wird einem aber extrem schwierig gemacht.

Wie meinst du das mit unterer Grenze?
Bei Einkommen kleiner X keine Beiträge mehr?
@panzke

@M Korrekt. Wer sehr wenig verdient, zahlt dann keine oder sehr wenig Beitraege, z.B. einen kleinen Pauschalbetrag von 5-10 Euro oder so. Die obere Grenze ist halt nicht sozial gerecht.

Wie das derzeit ausschaut, sieht man z.B. hier: lohn-info.de/beitragsbemessung

Und es betrifft ja auch die Rentenbeitraege ab 6700/7100.- EUR. Bei der Rente waere ich fuer eine Berechungsgrenze, alles ueber dieser Grenze wandert dann in den grossen Topf fuer alle, wird aber nicht mir zugeschrieben.
@panzke

@M So koennten auch exorbitant hohe Renten bei einigen Wenigen vermieden werden, aber alle profitieren dann durch die hoehren Beitraege.
Wer saumaessig gut verdient, kann ja dann darueber hinaus noch privat vorsorgen, wenn er mehr als z.B. 2000.- EUR Rente bekommen will...

@panzke

@ij
Das fände ich auch für die Gesetzliche gut, dass jeder die Rechnungen zumindest zu Gesicht bekommt und ein Gefühl dafür, was das alles kostet und die Ärzte so abrechnen.
@M @panzke

@storchp
Eigentlich müssen sie es dir anbieten. Meist ist es aber maxinal unkomfortabel und niemals aktuell.
@ij @panzke

@M
Es sei denn irgendwann sind Kinder da, dann kann es auch teurer werden. Hängt aber sicherlich vom Einzelfall ab.
Ich bin auch nicht so begeistert von den zwei Systemen.
@panzke @ij

@storchp
Du hast auch keine Kind-Krank-Tage mehr.
Klar spielt alles mit rein.
Das kuriose ist dennoch, dass es zwischen kurz vor Beitragsbemeasungsgrenze und knapp darüber erstmal schlagartig billiger werden kann. (Nicht muss.)
@panzke @ij

@M @storchp @ij
Wenn man GKV und PKV vergleicht, ist es aber teilweise wie Äpfel mit Birnen.

Die PKV kann, wenn man nicht seit der Geburt dabei ist, Vorerkrankungen ausschließen.

Die PKV kann die Beiträge individuell anpassen.

Die PKV kann Menschen ablehnen, wenn diese zu krank sind.

Die PKV ist überwiegend für Menschen mit hohen Einkommen zugänglich, welche oft einen gesünderen Lebensstil haben.

Das sind so ein paar Punkte die mir spontan einfallen.

@M @storchp @ij
Die GKV kann keine Vorerkrankungen ausschließen.

Die GKV muss jeden aufnehmen, der die Voraussetzungen erfüllt und sich bei der jeweiligen Krankenkasse versichern möchte.

Die GKV versichert auch Geringverdiener und Arbeitslosengeld-II-Empfänger.

Da ich oft höre, dass Menschen mit gutem Einkommen sich über die Höhe der Beiträge aufregen und "nichts" davon haben.

Es ist nun mal eine Solidargemeinschaft. Der Starke hilft dem (in diesem Moment) Schwachem.

@panzke
Ähm. Leider nein. Das ist aktuell eine Solidargemeinschaft, aus der sich 'der Starke' raushalten kann um sich eine Privatversicherung zu holen.
@storchp @ij

@M @storchp @ij
Natürlich! Man verlässt dann die Solidargemeinschaft.

Aber es gibt genug Menschen, welche auch dahinter stehen. Mein Vater war quasi schon immer höher verdienender Angestellter, war von dem System GKV aber überzeugt und ist in der GKV geblieben.

@M @storchp @ij

Meiner Meinung nach, das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist noch, dass Menschen der Solidargemeinschaft den Rücken kehren können, um dann in der PKV Beiträge zu sparen und schnell an Terminen zu kommen, um dann im hohen Alter mit "Tricks" wieder in die GKV zu wechseln, um dann wiederum Beiträge zu sparen.

Wer einmal der Solidargemeinschaft den Rücken gekehrt hat, sollte meiner Meinung nicht wieder zurückkönnen.

@panzke
Bleibt halt die Frage wofür man tatsächlich dieses 2-Klassen-System braucht. 🤷
@storchp @ij

@M @ij

Bin ich deiner Meinung!

Aber selbst, wenn du morgen die Bürgerversicherung einführst, wird die PKV immer noch Zusatzversicherungen anbieten, welche wieder Zusatzleistungen übernehmen oder einfach etwas on top geben und zack bist du wieder bei einem 2-Klassen-System.

Es sollte gesetzlich geregelt sein, dass es beim Arzt der Reihe nach geht und mit drakonischen Strafen belegt werden, wenn durch Zusatzleistungen frühere Termine "erkauft" werden können.

Dann auch fürs Phantasialand 😂

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